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Erdbebenhilfe in Pakistan
Herrn Edhi und die nach ihm benannte Organisation, die hierzulande wie Mutter Theresa geehrt wird, werden das Beste aus dem Geld zugunsten der wirklich betroffenen machen. Sechs Nothäuser für den Winter können davon erstellt werden. Die Leute haben sich
überschwanglich bei mir bedankt. Ich möchte den Dank an die Rotarier in
Heidenheim weitergeben und lasse besonders meinen Freund Herrn Schuhmacher
grüßen. |
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Ein kleiner aber beindruckender Mann mit wachen Augen, kaum zu glauben, daß er das alles geschafft hat. In seinem Hauptquartier wurden pausenlos Wagen beladen. Herr Edhi hatte von mir als Spender gehört und wollte sich bei mir bedanken. Ich machte natürlich klar, daß ich nur Überbringer sei. Er freute sich über die Hilfe aus Deutschland. Sein Nothaus-Bauprojekt besteht aus blechernen Nissenhütten mit festem Boden. Die können vor Ort mit lokalen Material winterfest bestückt werden, so wie das in den Bauernhäusern und Hirtenhütten immer gemacht worden ist. Vernünftig, da das Geld spart, die Leute zur Selbsthilfe anhält und außerdem erdbebenfest ist. Der letzte Stoß vor ein paar Tagen hat erneut für Schrecken gesorgt, und auch mich aus dem Bett geworfen. |
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Große Trauer Es ist gewiss müßig, mit weiteren Schreckensmeldungen aus dem Erdbebengebiet aus Pakistan aufwarten zu wollen. Die Borkener Zeitung berichtete wie auch die übrigen Medien ausführlich darüber. International ist eine große Spenden- und Hilfsorganisation angelaufen, was hier in Islamabad an dem regen Luftverkehr und den besonders zahlreichen Helikopterflügen deutlich wird. Sämtlich mit dem Ziel Kaschmir, hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt. Hier lag das Zentrum des Bebens, und hier war sein wütend tödlich für so viele, vor allem junge Menschen, für die die Betonbauten der Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Hotels und Verwaltungsgebäude zur Falle wurden. In eine der besonders betroffenen Städte, Muzaffarabad , bin ich gestern vorgedrungen, was mittlerweile möglich ist, da die einzige Straße dorthin mit Bulldozern freigeschoben worden ist. Die Reste der Stadt bieten einen erbärmlichen Anblick, wie ein jeder sich leicht vorstellen kann, wiewohl es interessant ist, die unterschiedliche Zerstörung zu registrieren: Ganze Viertel sind eingestürzt, große Berghänge mitsamt den Häusern zu Tal und auf andere Bauten gestürzt, in engster Nachbarschaft hingegen sind andere Komplexe völlig erhalten geblieben, ja weisen nicht einmal Risse auf. Über allem, den notdürftig errichteten Zeltlagern, den schnell eingerichteten Bazaren in den halb stehen gebliebenen Ruinen dröhnt der Lärm der Helikopter, der durchfahrenden Versorgungswagen, der voll gestopften Busse, hängt aber auch dichter Staub, der von den Schuttmassen der Bergrutsche und der Bauruinen aufwirbelt und ein gewisser Geruch, der unverwechselbar ist und mir bewusst macht, dass unter den Trümmerhaufen noch Tote liegen müssen. Dies besonders für mich erregend bei einem einst zehnstöckigen Hotel, in dem ich noch zu Weihnachten 2004 zu Gast war und dessen Höhe sich nunmehr auf wenige Meter reduzierte. Hier konnte noch nichts geräumt werden, Menschenleben zu retten angesichts der Betonmassen wohl auch aussichtslos. Ein Wächter sagte mir, dass das gesamte Hotelpersonal noch unter den Trümmern liege und mit ihnen noch eine Reihe unbekannter Gäste. Er selbst nannte unter Tränen die Namen der Verwandten, die er verlor. Und so verhielt es sich mit fast allen Gesprächspartner. Es herrscht eine große Traurigkeit hier in der Stadt, Man braucht keine große Fantasie, um sich in die Gemütslage der Leute versetzen, die nicht nur Hab und Gut und Existenz sondern in vielen Fällen auch ihre gesamte Familie verloren haben. Ich habe mich bald - etwas beschämt - zurückgezogen, sah man doch in mir als offenkundigen Ausländer automatisch einen der vielen Fremden an, von denen man Hilfe erwarten konnte. Dabei haben es die Leute in den Städten noch vergleichsweise gut, Schlimmer als ihnen erging und ergeht es den Menschen in den einsamen, weltenfernen Bergdörfern, die für bergungewohnte Helfer auch bei gutem Willen nur schwer zu erreichen sind. Übrigens gehen dort dauernd noch Erdrutsche nieder. Mittlerweile bin ich wieder zurück im bis auf ein Gebäude heilen Islamabad, von wo aus ich bald zu der von mir geplanten Expedition starten werde. Vergessen aber kann ich meinen Besuch im Erdbebengebiet nicht, und vor allem nicht die traurigen Leute, mit denen ich gesprochen habe. Sie allesamt setzen sehr auf die Hilfe aus dem Ausland, waren auch voll des Lobes und der Anerkennung für die bisher geleistete Hilfe. Das kam geradezu überschwänglich rüber. So entstand meine Idee, der Redaktion der Borkener Zeitung das Anliegen der hilfsbedürftigen, traurigen Menschen von Kaschmir ans Herz zu legen, nicht mit der Hilfe aufzuhören. Die Geldspenden werden lebensrettend und noch lange nötig sein. Sie geraten bestimmt an die richtigen! Rudolf Humme |
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Rudolf Humme · Internationale Jagdführung · Holzplatz 17 · D 46325 Borken Telefon +49 (0)2861 3261 · Telefax +49 (0)2861 66556 Email: Rudolf@Humme.de |